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Zitate zur Rede


 

Zitat

Thema

Autor

Die Redner sprechen grundsätzlich in freiem Vortrag.
Sie können hierbei Aufzeichnungen benutzen.

Freie Rede

§ 33 der Geschäftsordnung des deutschen Bundestages

 

Zuerst verändern sich die Begriffe,
dann verändern sich die Gedanken,
dann verändern sich die Taten.

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn,
ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und
wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.
Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn,
ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und
wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

SPRACHE

aus China

 

Rainer Maria Rilke,(1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker

Schweigenkönnen zeugt von Kraft
Schweigenwollen von ‚Nachsicht,
Schweigenmüssen vom Geist der Zeit.

O seltenes Glück der Zeiten, in denen du sagen darfst, was du willst, und sagen kannst, was du denkst.

Die Freiheit zu schweigen ist Teil der Redefreiheit.

 

In den Diktaturen darf man nichts sagen, muss alles nur denken. In der Demokratie darf man alles sagen, aber keiner ist verpflichtet, sich dabei etwas zu denken.

Redefreiheit

Karl Julius Weber, 1767-1832, dt. Schriftsteller und Philosoph

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - um 120), röm. Geschichtsschreiber

Erhard Eppler (*1926), dt. Politiker (SPD), 1968- 74 Bundesmin. f. wirtschaftl. Zusammenarbeit

Willi Ritschard (1918-83), schweizer. Gewerkschafter u. Politiker, s. 1974 Bundesrat, 1978 Bundespräs.

„Gerühmt muss sein", hat Paulus einmal gesagt, "auch wenn es nichts nützt.

laudatio

2. Kor. 12,1

Darum reden wir nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott.

Lauterkeit

2. Thessalonicher 2.4

Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen.

Denken und reden

Abraham Lincoln (16. Präsident d. USA) 
 

Sei ernsthaft, bescheiden, höflich, ruhig, wahrhaftig. Rede nicht zuviel. Und nie von Dingen, wovon Du nichts weißt.

Ratschläge

Adolf Freiherr von Knigge, 1752 - 1796, deutscher Jurist, Beamter und Satiriker

Nie kann man Recht und erlaubte Ursache haben, anders zu sprechen als man denkt. Wohl aber kann es Gründe geben, nicht alles zu sagen was man denkt.

wahrhaftig und glaubwürdig

Adolf Freiherr von Knigge, 1752 - 1796, deutscher Jurist, Beamter und Satiriker

Wir wollen uns weigern, das zu sagen, was wir nicht denken.

wahrhaftig und glaubwürdig

Alexander Issajewitsch Solschenizyn, *1918, russ Schriftsteller und Dramatiker

Man soll nur so lange reden, wie man auf einem Bein stehen kann

Redelänge

Alter Spruch

Das Schwierige am Diskutieren ist nicht den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.

persönlich

André Maurois, 1887-1967, frz. Schriftsteller

Es herrschte das größte Durcheinander, der eine schrie dies, der andere das, und die meisten wussten nicht einmal mehr, warum sie sich eigentlich versammelt hatten

Redeanlass

Apostelgeschichte 19,22

Es ist die Schlichtheit, die den Ungebildeten mehr Erfolg bei öffentlichen Reden haben lässt als den Gebildeten. -

einfach und KLAR

Aristoteles, 384-322 v.Chr., gr. Philosoph 

Worte sind Luft. Aber die Luft wird zum Wind, und der Wind macht die Schiffe segeln.

Führung

Arthur Koestler, 1905–1983, brit.-ung. Schriftsteller

Die erste, ja für sich allein beinahe ausreichende Regel des guten Stils ist diese, dass man etwas zu sagen habe.

Botschaft

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

Man muss denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.

Denken und Reden
klar und einfach

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

Für eine gelungene Rede gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.

klar und einfach

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass sie jeder verstehen muss.

klar und einfach

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von je der Redner größte Gabe.

Phrasen

August Graf von Platen (796 - 1835, deutscher Dramatiker, Theaterschriftsteller und Lyriker

In Dir muss brennen, was Du in andern entzünden willst

Motivation

Augustinus von Hippo, 354-430, kath. Kirchenlehrer

Der Zuhörer ist nur dann wirklich gewonnen, wenn er liebt, was du versprichst, fürchtet, was du androhst, hasst, was du anklagst, gern tut, was du empfiehlst, bedauert, was du bedauernswert nennst.

persönlich  

Augustinus von Hippo, 354-430, kath. Kirchenlehrer

Der Redner ist einer, der bewirkt, dass die Menschen mit den Ohren zu sehen vermögen.

bildhaft

aus Arabien

Kalter Tee und kalter Reis mögen noch hingehen,
aber kalte Worte und kalte Reden sind nicht zum Ausstehen.

persönlich

aus China

Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.

REDEN und Schweigen

aus China

Achte auf Deine Gedanken
denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte
denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten
denn sie werden dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter
denn er wird dein Schicksal.

Denken und Reden

Aus dem Talmud

Iß keine großen Bissen,
rede keine großen Worte!

einfach und KLAR

aus Griechenland

Am Klange erkennt man das Metall, an der Rede den Menschen.

persönlich

Balthasar Gracián y Morales, 1601 - 1658, spanischer Jesuit, Moralphilosoph und Schriftsteller

Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, dass der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge.

Reden und Schweigen

Baruch de Spinoza, 1633-1677, niederl. Philosoph

Gehen nach Orten, die durch Gehen nicht erreicht werden können, muss man sich abgewöhnen. Reden über Angelegenheiten, die durch Reden nicht entschieden werden können, muss man sich abgewöhnen. Denken über Probleme, die durch Denken nicht gelöst werden können, muss man sich abgewöhnen.

Wer nicht redet wird nicht gehört

Me-ti sagte zu Tu-fu: Besser als "ewig" sage "eine Zeitlang", besser als "ich weiß" sage "ich hoffe", besser als "Ich kann nicht leben ohne dies und das", sage: "Ich kann schwerer leben ohne dies und das." Dann gehst du sicher und machst andere sicherer gehen.

Rede

Bertolt Brecht, 1898-1956, dt. Schriftsteller und Regisseur

 

Helmut Schmidt, Bundeskanzler

Bertolt Brecht (1898-1956), dt. Dramatiker u. Dichter

Keine Gnade mehr mit denen, die nicht erforscht haben und doch reden!

Redevorbereitung

Bertolt Brecht, 1898-1956, dt. Schriftsteller und Regisseur

Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, dass jedermann gern zuhört.

Beredsamkeit

Blaise Pascal, 1623-1662, frz. Philosoph, Mathematiker u. Physiker

Ich merkte auf und horchte - sie reden unwahr! Keiner bereut seine Bosheit, dass er dächte: 'Was habe ich getan!' Ein jeder stürmt dahin in seinem Lauf, wie das Ross in der Schlacht dahinstürmt

wahrhaftig und glaubwürdig

Buch Jeremia Bibel-AT

  1.  

Wo es den Rednern an Tiefe fehlt,
gehen sie in die Breite.

PHRASEN

Charles de Montesquieu, ca.1689-1755, frz. Staatstheoretiker

Wenn ich einmal all meine Besitztümer abgeben müßte und dürfte nur einen Besitz behalten, ich würde die Kraft der Rede wählen. Denn mit ihrer Hilfe hätte ich bald alle anderen zurückgewonnen.                                                                

Beredsamkeit

Daniel Webster, 1782-1852, US-Politiker und Anwalt

Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.

Rede-Vorbild

Demosthenes 384 - 322 v. Chr., athenischer Politiker und Redner

Die Sprache macht den Menschen erst zum Menschen. Wer seine Sprache unvollkommen beherrscht und sich nicht richtig ausdrücken kann, kann auch nicht richtig denken.

Denken und Reden

Dietrich Schwanitz, 1940-2004, dt. Literaturwissenschaftler und Autor

Die schönste Sache in der Welt ist die Redefreiheit.

Redefreiheit

Diogenes von Sinope, 399–323 v. Chr, gr. Philosoph

 Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.

wahrhaftig und glaubwürdig

Dr. Konrad Adenauer 1876 - 1967, deutscher CDU-Politiker. 1. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen.

Lauterkeit

Epheser 4.29

Die Begriffe zu vereinfachen, ist die erste Tat der Diktatoren
To simplify concepts is the first deed of dictators.
Simplifier les concepts est la première action des dictateurs.

Sprache

Erich Maria Remarque, 1898-1970, dt. Autor

Der Mensch braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen. Und fünfzig, um schweigen zu lernen.

Reden und Schweigen

Ernest Hemingway 1899-1961,  amerikan. Schriftsteller

Ein weises Wort ist jenes, das die Menschen lehrt
Die Reden anzuhören auch des andern Teils

Pro und Contra

Euripides, ca. 480-406 v.Chr., gr. Dichter

Das ist ein guter Vortrag, aus dem man nichts herausnehmen kann, ohne in das lebendige Fleisch zu schneiden.

REDELÄNGE

Fénélon
1651 – 1715,  französischer Erzbischof und Schriftsteller

Niemand kann reden lernen, wer nicht vorher denken gelernt, wer nicht wenigstens einige Begriffe gesammelt und sich in seiner Gewalt hat.

Denken und Reden

Johann Gottlieb Fichte, 1762-1814, dt. Philosoph

Der gute Redner soll einfach sprechen und kompliziert denken – nicht umgekehrt.

einfach und KLAR

Franz-Josef Strauß, 1915-1988, dt. Politiker

Viel von sich reden kann auch ein 
Mittel sein, sich zu verbergen.

PERSÖNLICH

Friedrich Nietzsche, 1844-1900, dt. Philosoph

Was unsere Deutschen von Herzen sprechen, gleicht ihrem Rheinwein und Pumpernickel, gesund und derb, aber nicht süß.

Redestil

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799,  dt. Schriftsteller und Physiker

Nichts kann mehr zur Seelenruhe beitragen als wenn man überhaupt keine Meinung hat.

Reden und Denken

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799,  dt. Schriftsteller und Physiker

Wenn ich doch Kanäle in meinem Kopf ziehen könnte, um den inländischen Handel zwischen meinem Gedankenvorrate zu befördern! Aber da liegen sie zu Hunderten, ohne einander zu nützen.

Denken

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799,  dt. Schriftsteller und Physiker

Der deutsche Redner trennt sich leichter von seiner Frau als von seinem Rede-Manuskript

FREIE REDE

Hans-Olaf Henkel, dt. Industrie-Manager

Das junge Mädchen sagte: Der Herr muss sehr reich sein, denn er ist sehr hässlich. Das Publikum urteilt in derselben Weise: Der Mann muss sehr gelehrt sein, denn er ist sehr langweilig. Daher Sukzess vieler Deutschen in Paris.

unterhaltsam

Heinrich Heine, 1797-1856, dt. Dichter

Wenn du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rate ich dir, mein lieber, sinnenreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen. Es braucht nicht eben ein scharf denkender Kopf zu sein, auch meine ich es nicht so, als ob du ihn darum befragen solltest: Nein! Vielmehr sollst du es ihm selber allererst erzählen.

Brainstorming

Heinrich von Kleist, 1777-1811, dt. Dichter

 Das Schlimme an den Rednern ist, dass sie nicht sagen
wovon sie sprechen.

Einfach und klar

Heinz Erhardt, 1909-1979, deutscher Komiker, Dichter und Schauspieler

Es ist ein Fluch, in einem Volk als Dichter zu leben, das seine eigene Sprache nicht kennt, nicht liebt, nicht pflegt, nicht schützt. Darum sind die paar Dutzend oder Hundert Deutschen von heute, auf welche dies nicht zutrifft, für uns Dichter unschätzbar. Es gibt in Europa kein andres Land, in dem man Professor, Arzt, Minister, Kult(us)minister, Akademiemitglied, Ehrendoktor, Bürgermeister und Abgeordneter werden kann, alles ohne seine eigene Sprache anständig reden und schreiben zu können.

Deutsche Sprache

Hermann Hesse, 1877–1962, dt. Schriftsteller

  Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
da ward mir seltsam zumute:
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
recht angenehm verblute.
  Heinrich Heine

delectare et prodesse...:Eine gute Rede  muss dem Zuhörer Freude  machen und ihm nützen.

delectare et prodesse

Horaz 65 - 8 v.Chr.,  römischer Satiriker und Dichter

Beredsamkeit: die Kunst, ein Geschäft des Verstandes als ein freies Spiel der Einbildungskraft zu betreiben.

beredsmkeit

Immanuel Kant, 1724 - 1804, deutscher Philosoph

Wer so redet, dass er verstanden
wird, redet immer gut.

Einfach und klar

Jean Baptiste Molière, 1622-1673, frz. Dramatiker

Der eine sagt gerne, was er weiß, der andere was er denkt.

Redekultur

Jean Paul , 1763 - 1825, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

 Sprachkürze gibt Denkweite.

Sprachkürze

Jean Paul , 1763 - 1825, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Die Schwätzer reden, wovon sie nichts verstehen; die Weisen aber wägen ihre Worte mit der Goldwaage.

Redekultur

Jesus Sirach 21, 27

An der Rede erkennt man den Mann!

persönlich

Jesus Sirach 27.8

Ob du Weisheit und Bildung besitzt, zeigt sich an
dem, was du sagst

Bildung

Jesus Sirach 4.24

Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.

Zitate

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, dt. Dichter

Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen
und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.

Reden

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, dt. Dichter

Im Anfang war das Wort

Wort

Johannes 1,1

In England geht durch Grußworte und Festreden
mehr Arbeitszeit verloren, als durch Streiks.
Das wollen wir hier vermeiden.

Rede - störung

Johannes Rau, 1931-2006, dt. Politiker und Bundespräsident

Was immer Du sagst, sage es kurz, und sie werden es hören, sage es klar, und sie werden es verstehen, sage es bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.

Redelänge

Joseph Pulitzer, 1847-1911, ung.-am. Journalist und Zeitungsherausgeber

Der Kluge zählt seine Wörter, der Dummkopf schüttet sie aus.

Phrasen und Dummheit

Jüdische Spruchweisheit

Ein Narr sagt, was er weiß; ein Weiser weiß, was er sagt.

Reden und schweigen

Jüdische Spruchweisheit

Wenn man von allem nichts versteht, sollte man wenigstens überall mitreden.

Redekultur

Kalenderspruch

Gebt acht, dass euch niemand mit falschen und irrigen Lehren verführt.

Demagogie

Kolosserbrief 2.7

Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Unterhaltsamkeit

Kolosserbrief 4.6

Früher war meine Einstellung den Menschen gegenüber: Hörte ich ihre Worte, glaubte ich an ihr Tun. Heute ist es so: Ich höre mir ihre Worte an, dann schaue ich nach ihrem Tun.

Reden und Handeln

Konfuzius, 551 - 479 v. Chr., latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tze

Der unklare Sprachgebrauch führt über eine Rechtsverunsicherung zum Chaos.

Einfach und klar

Konfuzius, 551 - 479 v. Chr., latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tze

Suche keine Effekte zu erzielen, die nicht in deinem Wesen liegen. Ein Podium ist eine unbarmherzige Sache – da steht der Mensch nackter als im Sonnenbad.

authentisch

Kurt Tucholsky, 1890-1939, dt. Journalist und Schriftsteller

Feierlichkeit dient fast immer dazu,
Dummheit zu verbergen.

Phrasen -

Francois de La Rochefoucauld, 1558–1645 , frz. Kardinal

Das Leiden aller Schwätzer: Geistige Inkontinenz.

Geschwätz

Lothar Peppel, *1964, deutscher Textdichter

Alles, was von irgendeinem treffend gesagt worden ist, gehört mir.

Zitate

Lucius Annaeus Seneca, ca. 4 v. Chr - 65 n. Chr , römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller

Es gibt zwei Wege mit der Sprache nicht fertig zu werden: Die Phrase und die Verschwierigung.

Phrase

Ludwig Marcuse 1894 - 1971, deutscher Philosoph und Literat

Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.

Einfach und klar

Ludwig Wittgenstein, 1889-1951, österr.-brit. Philosoph

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.

Denken und reden

Ludwig Wittgenstein, 1889-1951, österr.-brit. Philosoph

  „Herr Bundeskanzler, ich weiß, was Sie sagen wollen“, unterbrach jemand aus der CDU-Fraktion Konrad Adenauer, während dieser noch überlegte und zögerte, etwas zu sagen. „Sonderbar“, verwunderte er sich, „ich weiß im Moment nur, was ich denke. Ob ich das, was ich denke, auch sagen will, dass weiß ich aber noch nicht.“   Adenauer

 Ich lebe - also bin ich.
Ich denke - also bin ich.
Ich rede - bin ich das wirklich?

Authentisch

Manfred Grau, *1948, deutscher Betriebswirt und Publizist

Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches feierlich vortragen zu können,dass jeder denkt, der Nachbar verstehe alles. Nur er sei zu dumm. Und damit der Nachbar das nicht merkt, tue er am besten so, als habe er auch alles verstanden..

Einfach und klar

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

Wer sich klar ausdrückt, riskiert nicht nur, als ungebildet zu gelten, sondern auch noch, kritisiert zu werden, während die unklare Rede sich dadurch vor Kritik schützt, dass die potentiellen Kritiker nicht so recht wissen, was eigentlich gemeint war.

Einfach und klar

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

Die Rede hat immer einen Anfang und meistens einen Schluss. Was dazwischen liegt, ist nicht so wichtig. Der Anfang ist verhältnismäßig leicht. Der Redner kann sich beispielsweise dafür entschuldigen, dass er redet, um es dann doch zu tun. Er kann sagen, dass er von der Sache nichts versteht, und dies sogleich unter Beweis stellen. Er kann den Zuhörern auch sagen, warum sie da sind: Wir haben uns heute hier versammelt, um... Die Zuhörer freuen sich immer, wenn ihnen etwas mitgeteilt wird, was sie bereits wissen.

Einstieg

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

Am schwierigsten bei einer Rede ist der Schluss. Manche versprechen immer wieder, dass sie zum Schluss kommen, halten ihr Versprechen aber nicht. Dies ist nur bis zur dritten Wiederholung reizvoll. Die einfachste Form des Schlusses besteht darin, einfach aufzuhören.

Schluss

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

Jeder Mensch hält den, der das sagt, was er selber denkt, für intelligent.

interessant

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

Wir mögen die Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - falls sie das Gleiche denken wie wir.

interessant - Selbstbestätigung

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

Wer das Ohr beleidigt, dringt nicht zur Seele vor
He who offends the ear cannot reach the soul
Celui qui offense l'oreille ne peut pas atteindre l'âme

Beredsamkeit

Marcus Fabius Quintilianus, um 35 bis 96, römischer Rhetoriker und Schriftsteller

Reden lernt man durch reden.

Reden

Marcus Tullius Cicero 106-43,  röm. Redner u. Schriftsteller

Ich erwarte, dass der vollkommene Redner sich zunächst ein Thema ausfindig macht, womit er sich einer kultivierten Hörerschaft würdig zeigt, bevor er überhaupt einen Gedanken an Sprache und Ausdruck verschwendet.

Redethema

Marcus Tullius Cicero 106-43,  röm. Redner u. Schriftsteller

Meine ganze Sorge ist stets darauf gerichtet, dass ich durch meine Rede womöglich etwas Gutes, wo nicht, wenigstens  nichts Nachteiliges bewirke.

Lauterkeit

Marcus Tullius Cicero 106-43,  röm. Redner u. Schriftsteller

Über die Zukunft zu reden ist der beste Vorwand,
sich vor der Gegenwart zu drücken.

Mut

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

 

Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.

Redelänge

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert vom Moment der Geburt an – bis zu dem Zeitpunkt, wo Du aufstehst, um eine Rede zu halten.

Studien haben nachdrücklich gezeigt, dass die Angst Nummer eins des Menschen das öffentliche Reden ist. Angst Nummer zwei ist der Tod.

Redeangst

 Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Eric Bergman, kanad. Kommunikationsberater

Um einen Zufall herbeizuführen, bedarf es vieler Vorbereitung. Um eine gute improvisierte Drei-Minuten-Rede zu halten, benötige ich beispielsweise drei Tage.

Redevorbereitung

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

 

Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert vom Moment der Geburt an – bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten.

Lampenfieber

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

„Sprich über alles – aber nicht über zwanzig Minuten.“

Redelänge

Martin Luther, 1483 - 1546, deutscher Theologe und Reformator

Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret.

Redelänge

Martin Luther, 1483 – 1546, deutscher Theologe und Reformator

Tritt fest auf, mach's Maul auf, hör bald auf.

Redelänge

Martin Luther, 1483 – 1546, deutscher Theologe und Reformator

Sprache gibt es nur dort, wo es Erfahrung, Empfindung, Erlebnis gibt.

persönlich

Martin Walser, *1927, dt. Schriftsteller

Sprache ist immer persönliche Sprache. Sie drückt aus und verrät, wie der, der sich da ausdrückt, gerade fühlt, denkt, meint, irrt – also ist.

persönlich

Martin Walser, *1927, dt. Schriftsteller

Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben.

Schweigen und Reden

Matthäus 12, 36

Was zum Munde eingeht, das verunreinigt den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgeht, das verunreinigt den Menschen.

Lauterkeit

Matthäus 15.11

Deine Sprache verrät Dich...

persönlich

Matthäus 26,73

Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

Klarheit

Matthäus 5,37

Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst.

wahrhaftig und glaubwürdig

Matthias Claudius, 1740-1815, deutscher Dichter

Wenn einer einen klaren Gedanken hat, kann er ihn auch ausdrücken."

Denken und Reden

Michel Eyquem de Montaigne, 1533 - 1592, französischer Philosoph und Essayist

Jedem kann es passieren, dass er einmal Unsinn redet; schlimm wird es erst, wenn es feierlich wird.

Phrasen

Michel Eyquem de Montaigne, 1533 - 1592, französischer Philosoph und Essayist

Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollen Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leeren Kopf zu tun.

Denken und Reden

Orson Welles, 1915-85am. Schauspieler, Regisseur & Schriftsteller

 Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

Reden und Schweigen

Oscar Wilde, (1854 - 1900), irischer Lyriker und Dramatiker

Die Leute bemänteln allerorten schwache Gedanken mit starken Worten.

Phrasen

Paul Heyse, 1830-1914, dt. Schriftsteller

Der Hang der Briten zum hintergründigen Humor äußert sich vor allem bei den Tischreden, beim Gemüsekochen und beim Postraub.

Tischreden

Pierre Daninos, 1913–2005, frz. Journalist und Schriftsteller

Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.

Reden und Schweigen

Platon, 427-347 v. Chr., griechischer Philosoph  

Es gibt kein Gebiet, worüber der rednerisch Gebildete vor der Menge nicht überzeugender sprechen könnte als irgendein Fachmann.

Redenschreiber

Platon, 427-347 v. Chr., griechischer Philosoph  

Alles Reden ist so voll Mühe, dass niemand damit zu Ende kommt.

Redekultur

Prediger Salomo [Kohelet] 1, 8)

Ob sich Redner darüber klar sind, dass 90 Prozent des
Beifalls, den sie beim Zusammenfalten ihres Manuskripts
entgegennehmen, ein Ausdruck der Erleichterung sind?

Beifall

Robert Lembke, 1913 - 1989, deutscher Journalist und Fernsehmoderator

Jede Zahl in einem Vortrag halbiert die Zahl der Zuhörer.

Zahlen

Roman Herzog, *1934, deutscher Staatsrechtler, 6. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Reden sind immer schädlich.
Vor dem Essen verderben sie den Appetit,
nach dem Essen die Verdauung.

Rede -  störung

Sandro Pertini, 1896-1990, it. Politiker, Staatspräsident

Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen, bis er's klar sagen kann.

EINFACH UND KLAR

Sir Karl Raimund Popper, 1902 – 1994,öster.-engl. Philosoph

Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuhörer.

delectare et prodesse

Sir Winston Churchill, 1874 - 1965, britischer Premierminister

Rede, dass ich Dich sehe!

persönlich

Sokrates, 469-399 v. Chr., gr. Philosoph

Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab

Lauterkeit

Sprüche Salomos 10.19

Am Anfang war das Wort
Am Ende die Phrase.

Phrase

Stanislaw Jerzy Lec, 1909 - 1966, polnischer Aphoristiker

 Es genügt nicht, dass man zur Sache spricht. Man muss zu den Menschen sprechen.

persönlich 

Stanislaw Jerzy Lec, 1909 - 1966, polnischer Aphoristiker

Wortlawinen rollen gewöhnlich von den Bergen der Dummheit.

Phrasen

Stanislaw Jerzy Lec, 1909 - 1966, polnischer Aphoristiker

Dass man im Leben nicht alles sagt, was man denkt, ist legitim. Das heißt aber nicht, dass man etwas sagt, was man nicht denkt.

wahrhaftig und glaubwürdig

Theo Waigel, *1939, deutscher CSU-Politiker

Die wertvollste aller Fähigkeiten ist die, auf ein zweites Wort verzichten zu können, wo eines genügt.

Reden und Schweigen

Thomas Jefferson, 1743 - 1826, 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

 Beim Anhören festlicher Reden entsteht eine besondere Art von Zwangsneurose: Gemeinplatzangst.

Phrasen

Ulrich Erckenbrecht, *1947, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Wenn man einen Redner sagen hört: "Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll", möchte man ihm am liebsten zurufen: "Möglichst weit hinten." (Conclusions are an important part of every speech - especialy when they come close to the beginning.)

Redelänge

Unbekannt

  Getretener Quark wird breit, nicht stark.   Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter
  Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret und meinet, er werde erst kommen; wenn man ihn aber mit Überdruss und Unwillen höret und wollte gern, dass er aufhörete und zum Ende und Beschluss käme, das ist ein böses Zeichen. Also auch mit einem Prediger; wenn man sagt: "Ich hätte ihm noch wohl länger mögen zuhören", so ist's gut; wenn man aber sagt: "Er war in das Waschen kommen und konnte nimmermehr aufhören", so ist's bös Zeichen.   Martin Luther (1483-1546), dt. Reformator
  Die brasilianischen Indianer im Mato Grosso haben ein Rezept gegen lange Reden: Der Redner darf nur so lange sprechen, wie er auf einem Bein stehen kann. Der Fortschritt der Zivilisation hat es mit sich gebracht, dass Redner bei uns so lange sprechen dürfen, wie sie sich auf beiden Beinen halten können.   Unbekannt
  Fasse dich stets kürzer als irgendein Zuhörer zu hoffen wagte. (Always be shorter than anybody dared to hope.)   Reading, Rufus Daniel (1860-1935), brit. Politiker, Lord-Oberrichter, Vizekönig von Indien, Außenmin

Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.

Redefreiheit

Voltaire, 1694 – 1778,  französischer Philosoph und Schriftsteller

Nichts ist einfacher, als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist schwieriger, als sich einfach auszudrücken.

Einfach und klar

 Karl Heinrich Waggerl, 1897-1973, österr. Schriftsteller

  Man muss denken wie die wenigsten und reden wie die meisten   Arthur Schopenhauer
  Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen, und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt.   Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Prolog im Himmel, Mephisto (1749-1832), dt. Dichter

Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß

HUMOR

Wilhelm Busch, 1832 – 1908, deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

 

„Bitte sprechen Sie etwas lauter, ich kann kein Wort verstehen“ ruft jemand aus den hinteren Reihen.
Da dreht sich einer aus der dritten Reihe um und sagt: Ich kann jedes Wort verstehen, deshalb bin ich bereit jederzeit den Platz mit Ihnen zu tauschen!

  Unbekannt
  Ein Deutscher, ein Franzose und ein Engländer werden in China zum Tode verurteilt. Jeder hat einen letzten Wunsch frei. Der Franzose entscheidet sich für ein Sechs-Gänge-Menü mit Rotwein vor seiner Hinrichtung. Der Deutsche möchte „nocheinmal eine große Rede halten“. Darauf des Engländers letzter Wunsch: „Bevor der Deutsche redet, möchte ich erschossen werden.“    

Die Sprache ist gleichsam die äußere Erscheinung des Geistes der Völker. Man kann sich beide nicht identisch genug denken.

SPRACHE

Wilhelm von Humboldt, 1767–1835, Sprachwissenschaftler und Bildungsreformer

Nur Worte und Worte, aus dem Herzen nichts.

persönlich

William Shakespeare, 1564 - 1616, englischer Dichter

In der Kürze liegt die Würze.

Redelänge

William Shakespeare, 1564 - 1616, englischer Dichter

Wenn alle nur dann redeten, wenn sie etwas
zu sagen hätten, würden die Menschen sehr
bald den Gebrauch der Sprache verlieren.

Reden und Schweigen

William Somerset Maugham, 1874-1965, engl. Dramatiker und Arzt

  Gedenke aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen, und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden.   Matthäus 12, 36
  Im Zweifelsfalle, junger Freund, ist es besser, das Hohe Haus wundert sich, dass Sie nicht gesprochen haben, als dass es sich fragt, warum Sie gesprochen haben.   Benjamin Disraeli auf die Frage eines neuen Unterhausmitgliedes, ob er sich an der Debatte beteiligen solle
  Wer schweigt, wenn Zeit ist zu reden, gilt zu Recht als Dummkopf.   Aus Ägypten
  Der Rest ist Schweigen. (The rest is silence)   William Shakespeare (1564-1616), engl. Dramatiker. Die letzten Worte Hamlets, des Prinzen von Dänemark
  Wenn ich einmal all meine Besitztümer abgeben müsste und dürfte nur einen Besitz behalten, ich würde die Kraft der Rede wählen. Denn mit ihrer Hilfe hätte ich bald alle anderen zurück gewonnen. Gabe der Rede Daniel Webster, US-Politiker und Anwalt
 

Poeta nascitur, orator fit.

Ein guter Redner ist ein Mann, der mit einem Vortrag über die Kunst des Zwiebelschälens einen vollen Saal zum Weinen bringen kann.

 

Ein Priester, der das Einleitungsgebet auf dem Kirchentag sprach: "Oh Herr", sagte er, "gib dem ersten Redner die Kraft, alle zu inspirieren. Herr, hilf dem zweiten Redner, allen hier Versammelten seine Botschaft zu vermitteln. Und Herr, wir bitten dich, hab Erbarmen mit dem letzten Redner."
Aber, meine Damen und Herren, jetzt ist es zu spät für Sie, das Weite zu suchen. Der Veranstalter hat auf meinen besonderen Wunsch die Türen schließen lassen...

Der Geist ist es, der den Redner macht. (Pectus est, quod disertos facit.)

Redner

Horaz

Edouard Herriot (1872-1957), frz. Politiker (Radikalsozialist), 1924/25 u. 1932 Ministerpräs., 1947-54 Präs. d. Nationalvers.

Marcus Fabius Quintilianus (um 35 - um 100), röm. Rhetoriklehrer

 

Rednerkunst (ars oratoria) ist, als Kunst sich der Schwächen der Menschen zu seinen Absichten zu bedienen (diese mögen immer so gut gemeint, oder auch wirklich gut sein, als sie wollen), gar keiner Achtung würdig.

Beredsamkeit: die Kunst, ein Geschäft des Verstandes als ein freies Spiel der Einbildungskraft zu betreiben.

Redekunst, Beredsamkeit

Immanuel Kant

  Der ganze Unterschied zwischen einem Redner und irgendeinem anderen Künstler, Poeten oder Bildhauer, besteht darin, dass der Bildhauer uns überzeugen will, dass er ein Bildhauer ist, während die Absicht des Redners dahin geht, uns weiszumachen, dass er kein Rhetoriker ist.   Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), engl. Kriminalschriftsteller
  Eine Rede ist wie eine Liebesaffäre: Jeder Dummkopf kann damit anfangen. Sie zu Ende zu bringen, erfordert einige Geschicklichkeit. Redeschluss Marcello Malpighi, (1628 - 1694), italienischer Anatom
 

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat

Oft ist das Denken schwer indes
Das Schreiben geht auch ohne es.

Sprache und Denken Wilhelm Busch
  Gewöhnlich glaubt der Mensch
wenn er nur Worte hört,
es müsse sich dabei
doch auch was denken lassen!
  Johann Wolfgang von Goethe
  Nicht Schwert, nicht Giftgebräu
wird dermaleinst dich töten,
Kein schleichend Zipperlein
samt Hals- und Lungennöten.
Ein Schwätzer bringt dich um,
fällst du ihm einst zur Beute;
Drum, wirst du groß, sei klug: flieh redewütge Leute!
Geschwätzigkeit Horaz (65 - 8 v.Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter, "Sermones I/9"
  Das Reden tut dem Menschen gut
Wenn man es nämlich selber tut
Von Angstprodukten abgesehn
Denn so etwas bekommt nicht schön
Die Segelflotte der Gedanken
Wie fröhlich fährt sie durch die Schranken
Der aufgesperrten Mundesschleuse
Bei gutem Winde auf die Reise
Und steuert auf des Schalles Wellen
Nach den bekannten offnen Stellen
Am Kopfe, in des Ohres Hafen
Der Menschen, die mitunter schlafen.
  Wilhelm Busch (1832-1908), dt. Schriftsteller, Maler u. Zeichner
  Die zwei Glocken wurden eingeholt.
Der Herr Pfarrer hielt eine Rede, der Herr Bürgermeister auch.
Dann wurden beide aufgehängt. Seitdem ist es in unserem Dorf viel schöner.
  Aus dem Schüleraufsatz "Die Weihe der neuen Kirchenglocken":
  Ein Mensch, der, wie gelebt zu haben
man wünscht, gelebt hat, wird begraben.
Und zwar bei 20 Grad, im Jänner:
Der Frost steigt in die Knie der Männer.
Der Pfarrer sagt, ein schlichter Greis
was er seit gestern flüchtig weiß
Die Männer wissen´s lange schon
Auch steht´s in jedem Lexikon.
Ein alter Freund, ein beinah blinder,
liest mühsam ab aus dem Zylinder
samt den Verdiensten, den erworbnen
die nähern Daten des Verstorbnen.
Die Liebe höret nimmer auf:
ein dritter gibt den Lebenslauf
Ein völlig unbekannter Mann
Spricht lang, obwohl er es nicht kann.
Ihm folgt ein weitrer Wortewürger
Aus Tupfing, für den Ehrenbürger.
Ein Dichter ohne Gnade spricht
Ein lang nicht endendes Gedicht
Noch länger spricht ein Mann, der klagt
Vorredner hätten´s schon gesagt.
Und viele stehn noch da mit Kränzen
Bereit, rhetorisch hier zu glänzen
Sein Leben lang geliebt wird fast
Der Mensch im Grabe jetzt gehasst
Geschwätzigkeit - Begräbnisreden Eugen Roth
  Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind auch die Taten nicht in Ordnung. Sind die Taten nicht in Ordnung, so verderben die Sitten. Verderben die Sitten, so wird die Justiz
überfordert. Wird die Justiz überfordert,
so weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll. Deshalb achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.
Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)
  Der Nachwuchsreporter einer kleinen Lokalzeitung erhält den Auftrag, den bevorstehenden Wahlkampf zum Stadtparlament zu beobachten. Der junge Mann ist selbstkritisch genug, an seiner Erfahrung zu zweifeln. Er besucht einen pensionierten Kollegen, der den Job jahrzehntelang gemacht hat. "Wie kann ich erkennen, ob einer dieser Politiker lügt oder nicht?" "Ganz einfach", doziert der Oldtimer, "achte vor allem auf ihre Körpersprache. Wenn er sich übers Haar streicht, sagt er die Wahrheit. Wenn er sich an der Nase kratzt - alles wahr. Wenn er ständig die Brille abnimmt und wieder aufsetzt - okay. Aber wenn er den Mund aufmacht und die Lippen bewegt……….."   Unbekannt
  Ich verfluche alle negativen Purismen,
dass man ein Wort nicht brauchen soll
in welchem eine andere Sprache
Vieles oder Zarteres gefasst hat.
Sprachschützer Goethe
  Die Sprache zugleich reinigen und bereichern ist das Geschäftder besten Köpfe.   Goethe
  Nehmt Eure Sprache ernst!
Wer es hier nicht zu dem Gefühl
einer heiligen Pflicht bringt,
in dem ist nicht einmal der Keim
für eine höhere Bildung vorhanden.
  Friedrich Nietzsche (1844 - 1900)
  Jedem kann es passieren, dass er mal Unsinn redet; schlimm wird es erst, wenn er es feierlich tut.
Redepathos Michel de Montaigne (1533-92), frz. Schriftsteller, Essayist u. Philosoph
  Er ist Ehrengast auf einem Bankett des Bürgermeisters. Als der Kaffee serviert wird, nimmt der Bürgermeister den Premierminister zur Seite und flüstert ihm ins Ohr: "Wollen Sie, dass die Leute sich weiter amüsieren, oder wollen Sie jetzt Ihre Rede halten?"   Chamberlain
  Tritt fest auf, mach’s Maul auf, hör bald auf. Redestil Martin Luther
  Ein Mensch sitzt kummervoll und stier
vor einem weißen Blatt Papier.
Jedoch vergeblich ist das Sitzen –
Auch wiederholtes Bleistiftspitzen
schärft statt des Geistes nur den Stift.
Selbst der Zigarre bittres Gift,
Kaffee gar, kannenvoll geschlürft,
den Geist nicht aus den Tiefen schürft,
darinnen er, gemein verbockt,
höchst unzugänglich einsam hockt.
Dem Menschen kann es nicht gelingen,
ihn auf das leere Blatt zu bringen.
Der Mensch erkennt, dass es nichts nützt,
wenn er den Geist an sich besitzt,
weil Geist uns ja erst Freude macht,
sobald er zu Papier gebracht.
Arbeiter der Stirn Eugen Roth, Redevorbereitung

Die besten Reden sind die, die nicht gehalten werden. Die
zweitbesten sind die scharfen, die drittbesten sind die
kurzen.

Reden und Schweigen

Willy Brandt, 1913 - 1992, deutscher SPD-Politiker, 4. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

 

 

 

Geschichten

Redelänge
Bei einer Sitzung des Volkskongresses der chinesischen KP hat Deng Xiaoping einmal einen Antrag gestellt, der, wie es sich gehört, ohne Gegenstimme angenommen wurde. Aber es gab drei Enthaltungen. Deng ordnete auf diese Überraschung hin sogleich an, die Abweichler ausfindig zu machen. Es stellte sich heraus, dass drei Delegierte während der Sitzung gestorben waren - ein Ergebnis, mit dem Deng bei der Größe der Versammlung, dem Alter der Genossen und der Länge seiner Reden hätte rechnen können.

einfach und KLAR
Matthias Claudius wurde nach dem Unterschied gefragt, der zwischen seinem Stil und dem Klopstocks bestehe. Er antwortete:„Du, der Du weniger bist als ich und dennoch mir gleich, nahe Dich mir und befreie mich, Dich beugend zum Grunde unserer Allmutter Erde, von der Last des staubbedeckten Kalbfelles“, so sagt Klopstock; ich sage: „Johann, zieh mir die Stiefel aus“
Claudius/Klopstock

Geschichte
Sechs Meilen von Cork entfernt liegt der Ort Blarney. Das historische Blarney Castle ist berühmt für einen Stein, der der Legende nach demjenigen, der ihn küsst, die Gabe überzeugenster Redekunst verleiht („the gift of the gab“). Das Wort „blarney“ wurde offiziell durch Königin Elisabeth I. in die englische Sprache aufgenommen und wird beschrieben als "angenehme Rede, angelegt zu täuschen, ohne zu verärgern". Der Stein befindet sich in der Schlossmauer unterhalb der Zinnen. Um ihn zu küssen, muss man sich rücklings zu ihm herunterbeugen, während man sich selbst am Eisengeländer des Wehrgangs festhält und von einer anderen Person an den Beinen gehalten wird.

 

Redekunst

Zuerst verändern sich die Begriffe
Dann verändern sich die Gedanken
Dann verändern sich die Dinge

 

Deutsche Sprache

Es ist ein Fluch, in einem Volk als Dichter zu leben, das seine eigene Sprache nicht kennt, nicht liebt, nicht pflegt, nicht schützt. Darum sind die paar Dutzend oder Hundert Deutschen von heute, auf welche dies nicht zutrifft, für uns Dichter unschätzbar. Es gibt in Europa kein andres Land, in dem man Professor, Arzt, Minister, Kult(us)minister, Akademiemitglied, Ehrendoktor, Bürgermeister und Abgeordneter werden kann, alles ohne seine eigene Sprache anständig reden und schreiben zu können.
Hermann Hesse, Dichter

 

Gedanken

Wenn du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rate ich dir, mein lieber, sinnenreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen. Es braucht nicht eben ein scharf denkender Kopf zu sein, auch meine ich es nicht so, als ob du ihn darum befragen solltest: Nein! Vielmehr sollst du es ihm selber allererst erzählen.
Heinrich von Kleist, Dichter, Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden

 

Brainstorming

„Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollen Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leeren Kopf zu tun.“
Orson Welles (am. Schauspieler, Regisseur & Schriftsteller, 1915-85)

 

Denken und Reden

Der deutsche Redner trennt sich leichter von seiner Frau als von seinem Rede-Manuskript
Hans-Olaf Henkel, Wirtschaft

 

FREIE REDE

Die Menschheit hat ein fein Gehör,
Ein reines Wort erreget schöne Taten.“
Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

 

wahrhaftig und glaubwürdig

Die Kunst zu Reden kommt zur rechten Stunde
und wahrhaft kommt das Wort aus Herz und Munde.
Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

 

Rhetorik

„Der Vortrag macht des Redners Glück!“

„Sei er kein schellenlauter Tor: Es trägt Verstand und rechter Sinn Mit wenig Kunst sich selber vor.“
Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen
und, wenn es möglich zu machen wäre,
ein vernünftiges Wort sprechen.
Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

 

Redelänge

„Sprich über alles – aber nicht über zwanzig Minuten.“
Luther, Theologe

Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.
Heinz Erhardt

 

Rechtschreibung

Delfine schwimmen schnell und leis
(man schreibt sie mit „ph“ – ich weiß;
doch schreibt man ja auch Tele„f“on,
und das bereits seit langem schon) -
sie schwimmen (wie gesagt, mit „f“) –
sie schwimmen – vorn ihr alter Scheff
(wir schreiben schließlich auch „Schofför“) –
sie schwimmen also durch das Meer.
Was heißt durchs „Meer“? – Sogar durch „Meere“!
Und manche altgediente Mähre,
wie überhaupt so manches Ferd
(mit „V“ wär es total verkehrt)
glaubt, es sei schnell wie ein Delphien!
(Das zweite „e“ ist schlecht für ihn).
Orthogravieh – das sieht man hier -
Ist nicht ganz leicht für Mensch und Tier!
Heinz Erhardt, *1928

Jeder Mensch hält den, der das sagt, was er selber denkt, für intelligent.
Mark Twain, 1835 – 1910

Interessant

„Der Zuhörer ist nur dann wirklich gewonnen, wenn er liebt, was du versprichst, fürchtet, was du androhst, hasst, was du anklagst, gern tut, was du empfiehlst, bedauert, was du bedauernswert nennst.“
Manfred Rommel

Theologe

persönlich und publikumsorientiert
Augustinus
Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass sie jeder verstehen muss.

Philosoph

Denken und Reden,
klar und einfach
Arthur Schopenhauer (1788 – 1860), deutscher Philosoph
Die Sprache ist gleichsam die äußere Erscheinung des Geistes der Völker. Man kann sich beide nicht identisch genug denken.
Philosoph

SPRACHE
Wilhelm von Humboldt
„Niemand kann reden lernen, wer nicht vorher denken gelernt, wer nicht wenigstens einige Begriffe gesammelt und sich in seiner Gewalt hat.“ –

Philosoph

Denken und Reden
Fichte
Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.

Philosoph

Einfach und klar
Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus

Ich merkte auf und horchte – sie reden unwahr! Keiner bereut seine Bosheit, dass er dächte: ‚Was habe ich getan!’ Ein jeder stürmt dahin in seinem Lauf, wie das Ross in der Schlacht dahinstürmt
aus der Bibel

wahrhaftig und glaubwürdig

Buch Jeremia Bibel-AT
Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab
aus der Bibel

Verschleiern
Sprüche Salomos 10.19
Darum reden wir nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott.
Aus der Bibel

Lauterkeit
2. Thessalonicher 2.4
„Gerühmt muss sein“, hat Paulus einmal gesagt, „auch wenn es nichts nützt.“ 
Aus der Bibel

laudatio
2. Kor. 12,1
Eure Rede aber sei: „ja, ja“ – „nein, nein“. Was darüber ist, das ist von Übel.
Aus der Bibel

glaubwürdig und wahrhaftig,
klar
Matthäus 5.37
Siehst du einen, der hastig in seinem Reden – ein Tor darf mehr hoffen als er.
Aus der Bibel

 

Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen.
Aus der Bibel

 

Epheser 4.29
An der Rede erkennt man den Mann!
Aus der Bibel

 

Jesus Sirach 27.8
Ob du Weisheit und Bildung besitzt, zeigt sich an
dem, was du sagst
aus der Bibel

 

Jesus Sirach 4.24
Im Anfang war das Wort
aus der Bibel

 

Johannes 1,1
Gebt acht, dass euch niemand mit falschen und irrigen Lehren verführt.
Aus der Bibel

 

Kolosserbrief 2.7
Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt.
Aus der Bibel

 

Kolosserbrief 4.6
Was zum Munde eingeht, das verunreinigt den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgeht, das verunreinigt den Menschen.
Aus der Bibel

 

Matthäus 15.11
Es herrschte das größte Durcheinander, der eine schrie dies, der andere das, und die meisten wussten nicht einmal mehr, warum sie sich eigentlich versammelt hatten
Aus der Bibel

 

Apostelgeschichte 19,22
 Beim Anhören festlicher Reden entsteht eine besondere Art von Zwangsneurose: Gemeinplatzangst.

 

Phrasen, Gemeinplätze
Ulrich Erckenbrecht
(*1947), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker
aus: “Divertimenti”: Wortspiele, Sprachspiele, Gedankenspiele
Wo es den Rednern an Tiefe fehlt,
gehen sie in die Breite.

 

PHRASEN
Charles de Montesquieu
Sei ernsthaft, bescheiden, höflich, ruhig, wahrhaftig. Rede nicht zuviel. Und nie von Dingen, wovon Du nichts weißt.
Dichter

Ratschläge
Adolf Freiherr von Knigge
(1752 – 1796), deutscher Jurist, Beamter und Satiriker
Der Redner ist einer, der bewirkt, dass die Menschen mit den Ohren zu sehen vermögen.
Aus Arabien

bildhaft

Kalter Tee und kalter Reis mögen noch hingehen,
aber kalte Worte und kalte Reden sind nicht zum Ausstehen
Aus China

persönlich

Worte sind Luft.
Aber die Luft wird zum Wind, und der Wind macht die Schiffe segeln

 

Rede ist Führung
Arthur Koestler

Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches feierlich vortragen zu können.
Humoriges
*1928
Einfach und klar
Manfred Rommel deutscher CDU-Politiker, Präsident des Deutschen Städtetages (77-83) und ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister
 Dass man im Leben nicht alles sagt, was man denkt, ist legitim. Das heißt aber nicht, dass man etwas sagt, was man nicht denkt.
Politker

wahrhaftig und glaubwürdig
Theo Waigel (*1939), deutscher CSU-Politiker, ehemaliger Bundesfinanzminister seit 1988 CSU-Vorsitzender
In England geht durch Grußworte und Festreden
mehr Arbeitszeit verloren, als durch Streiks.
Das wollen wir hier vermeiden.
Politiker

Rede – störung
Johannes Rau
Reden sind immer schädlich.
Vor dem Essen verderben sie den Appetit,
nach dem Essen die Verdauung.
Politiker

Rede -  störung
Sandro Pertini
„Der gute Redner soll einfach sprechen und kompliziert denken – nicht umgekehrt.“

Politiker

einfach und KLAR
Franz-Josef Strauß

Herr Minister, Sie können so lange reden, wie Sie möchten, aber ich möchte Sie darauf hinweisen, dass sie bereits 4 Minuten länger reden als wir alle möchten
Politik

REDELÄNGE
Anke Fuchs als Bundestagsvizepräsidentin
Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, dass der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge.
Philosoph

Reden und Schweigen
Baruch de Spinoza
Am Klange erkennt man das Metall, an der Rede den Menschen.
Philosoph

persönlichkeit
Balthasar Gracián y Morales
(1601 – 1658), spanischer Jesuit, Moralphilosoph und Schriftsteller

Man soll nur so lange reden, wie man auf einem Bein stehen kann,
Sprüche

Redelänge
Alter Spruch
Wenn man von allem nichts versteht, sollte man wenigstens überall mitreden.
Sprüche

 

Kalenderspruch
Wenn man einen Redner sagen hört: „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, möchte man ihm am liebsten zurufen: „Möglichst weit hinten.“ (Conclusions are an important part of every speech – especialy when they come close to the beginning.)


Spruch

Redelänge
Unbekannt
 Erst wäg’s,
dann wag’s.
Erst denk’s,
dann sag’s.
Sprichwo

rt

Denken und Reden

Wenn Aeschines sprach, sagten alle: »Wie gut er reden kann!« Aber nachdem Demosthenes gesprochen hatte, sag­ten sie: »Laßt uns gegen Philipp marschieren!«

 

 

 

 

 

Der eine sagt gerne, was er weiß, der andere was er denkt.
Dichtr

 

Jean Paul
(1763 – 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagog
Der Kluge zählt seine Wörter, der Dummkopf schüttet sie aus.
Jüdische Spruchweis

heit

Phrasen und Dummheit

 

Ein Narr sagt, was er weiß; ein Weiser weiß, was er sagt.
Jiddische Spruchweis

heit

Reden und schweigen

Ob sich Redner darüber klar sind, dass 90 Prozent des
Beifalls, den sie beim Zusammenfalten ihres Manuskripts
entgegennehmen, ein Ausdruck der Erleichterung sind?
Humoriges

Beifall
Robert Lembke (1913 - 1989), deutscher Journalist, Fernsehmoderator, Quizmaster und 1972 Geschäftsführer des Deutschen Olympia-Zentrums
Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß
Humoriges
1832 - 1908
HUMOR
Wilhelm Busch
Alles, was von irgendeinem treffend gesagt worden ist, gehört mir.
Griechen und Römer
ca. 4 v. Chr - 65 n. Chr
Zitate
Lucius Annaeus Seneca, römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller
Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.

 

Griechen und Römer

Rede-Vorbild
Demosthenes (384 - 322 v. Chr.), athenischer Politiker und Redner
„Es gibt kein Gebiet, worüber der rednerisch Gebildete vor der Menge nicht überzeugender sprechen könnte als irgendein Fachmann.“

Griechen und Römer

Redenschreiber
Platon, griechischer Philosoph, Begründer der abendländischen Philosophie

Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.

Griechen und Römer
427 - 348 od. 347 v. Chr

Reden und Schweigen

Platon, griechischer Philosoph, Begründer der abendländischen Philosophie

Ein weises Wort ist jenes, das die Menschen lehrt
Die Reden anzuhören auch des andern Teils
Griechen und Römer

Pro und Contra
Euripides
Wer das Ohr beleidigt, dringt nicht zur Seele vor
He who offends the ear cannot reach the soul
Celui qui offense l'oreille ne peut pas atteindre l'âme

Griechen und Römer

Beredsamkeit
Marcus Fabius Quintilianus, um 35 bis 96, römischer Rhetoriker und Schriftsteller

Nie kann man Recht und erlaubte Ursache haben, anders zu sprechen als man denkt. Wohl aber kann es Gründe geben, nicht alles zu sagen was man denkt.
Dichter, Philosoph

wahrhaftig und glaubwürdig
Adolf Freiherr von Knigge
(1752 - 1796), deutscher Jurist, Beamter und Satiriker
Wir wollen uns weigern, das zu sagen, was wir nicht denken.


Dichter

wahrhaftig und glaubwürdig
Alexander Issajewitsch Solschenizyn,
Keine Gnade mehr mit denen, die nicht erforscht haben und doch reden!
Dichter

Redevorbereitung
Bertolt Brecht (dt. Schriftsteller und Regisseur, 1898-1956)
Um einen Zufall herbeizuführen, bedarf es vieler Vorbereitung. Um eine gute improvisierte Drei-Minuten-Rede zu halten, benötige ich beispielsweise drei Tage.“ 

Dichter
1835 - 1910
Redevorbereitung
Mark Twain
Wenn alle nur dann redeten, wenn sie etwas
zu sagen hätten, würden die Menschen sehr
bald den Gebrauch der Sprache verlieren.

Dichter

Reden und Schweigen
William Somerset Maugham
Der Mensch braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen. Und fünfzig, um schweigen zu lernen. -

Dichter

Reden und Schweigen
Ernest Hemingway (amerikan. Schriftsteller)
 Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Dichter

Reden und Schweigen
Oscar Wilde, eigentlich Oscar Fingall O’Flahertie Wills (1854 - 1900), irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor
Was immer Du sagst, sage es kurz, und sie werden es hören, sage es klar, und sie werden es verstehen, sage es bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.“
(
Dichter

Redelänge
Joseph Pulitzer
In der Kürze liegt die Würze.

Dichter

Redelänge
William Shakespeare(1564 - 1616),  aus: »Hamlet«

"Gehen nach Orten, die durch Gehen nicht erreicht werden können, muss man sich abgewöhnen. Reden über Angelegenheiten, die durch Reden nicht entschieden werden können, muss man sich abgewöhnen. Denken über Probleme, die durch Denken nicht gelöst werden können, muss man sich abgewöhnen."

Dichter

Rede
Bert Brecht
Sei ernsthaft, bescheiden, höflich, ruhig, wahrhaftig. Rede nicht zuviel. Und nie von Dingen, wovon Du nichts weißt.

Dichter

Ratschläge
Adolf Freiherr von Knigge
(1752 - 1796), deutscher Jurist, Beamter und Satiriker
Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von je der Redner größte Gabe.
Dichter

Phrasen
August Graf von Platen
(1796 - 1835), deutscher Dramatiker, Theaterschriftsteller und Lyriker
Eines Abends gingen Geibel und Mörike spazieren. Da schwärmte Geibel mit Pathos:
„Sehen Sie, mein lieber Freund, wie grandios die sterbende Sonne ihren Glanz über die zahllosen Wolken schüttet, sie schweben dahin wie Feuergeister – wahrlich, ein gigantischer Anblick!“
„Wir heiße das Schäfle“, erwiderte Mörike bescheiden.

Witze, Geschichte, Anekdoten

einfach und KLAR
Geibel/Mörike
Zwei Politiker unterhalten sich.
Fragt der eine:
"Herr Kollege, was sagten Sie doch neulich in ihrer großartigen Rede über die Jugendarbeitslosigkeit?"
"Ich, nichts."
"Das ist mir schon klar.
Ich wollte wissen, wie Sie es formuliert hatten..."

Witze

Phrasen
Politiker
 Wortlawinen rollen gewöhnlich von den Bergen der Dummheit.
Dichter

Phrasen
Stanislaw Jerzy Lec (1909 - 1966), eigentlich Stanislaw Jerzy de Tusch-Letz, polnischer Aphoristiker, Lyriker und Satiriker - Quelle: "Das treffende Zitat zu Politik, Recht und Wirtschaft" (c) 1991 Ott Verlag, Thun
Am Anfang war das Wort
Am Ende die Phrase.

Dichter

Phrase
Lec, Unfrisierte Gedanken
Wenn der Redner zum Volke spricht,
da wo er krault, da juckt's ihn nicht
„da juckt es nicht“
Dichter

persönlich und publikumsorientiert
. Johann Wolfgang von Goethe
 Es genügt nicht, dass man zur Sache spricht. Man muss zu den Menschen sprechen.
Dichter

persönlich und publikumsorientiert
Stanislaw Jerzy Lec (1909 - 1966), eigentlich Stanislaw Jerzy de Tusch-Letz, polnischer Aphoristiker, Lyriker und Satiriker
Nur Worte und Worte, aus dem Herzen nichts.
Dichter

persönlich
William Shakespeare
(1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter
Über die Zukunft zu reden ist der beste Vorwand,
sich vor der Gegenwart zu drücken.

Dichter
1835 - 1910
Mut
Mark Twain
Nichts ist einfacher, als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist
schwieriger, als sich einfach auszudrücken.

Dichter

Einfach und klar
Waggerl, Karl Heinrich
Funktion: Schriftsteller, Heimatdichter
In Dir muss brennen, was Du in andern entzünden willst
Theologe, Kirchenvater

 

Augustinus
„Suche keine Effekte zu erzielen, die nicht in deinem Wesen liegen. Ein Podium ist eine unbarmherzige Sache – da steht der Mensch nackter als im Sonnenbad.“
Dichter

authentisch
Kurt Tucholsky
Die Begriffe zu vereinfachen, ist die erste Tat der Diktatoren

To simplify concepts is the first deed of dictators
Simplifier les concepts est la première action des dictateurs

Dichter

 

Erich Maria Remarque
 Sprachkürze gibt Denkweite.
Dichter

 

Jean Paul (1763 - 1825), deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter

 

Iß keine großen Bissen,
rede keine großen Worte!

Aus Griechenland

 

einfach und KLAR

Das ist ein guter Vortrag, aus dem man nichts herausnehmen kann, ohne in das lebendige Fleisch zu schneiden.
Theologe, Dichter

REDELÄNGE
Fénélon
(1651 - 1715), eigentlich Francois de Salinac de La Mothe-Fénelin, französischer Erzbischof und Schriftstel

Rednerische Begabung war eine der wichtigsten Voraussetzungen eines Mannes für die Wahl zum Häuptling. Dieses ging so weit, dass bei den Azteken ein und dasselbe Wort für "Häuptling" und "Redner" gebraucht wurde.

Rudolf Kaiser, deutscher Indianerforscher und Sprachwissenschaftler

 

 

 


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