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Zitate zur Rede





 

Zitat

Thema

Autor

 
1

Die Redner sprechen grundsätzlich in freiem Vortrag.
Sie können hierbei Aufzeichnungen benutzen.

 

Freie Rede

§ 33 der Geschäftsordnung des deutschen Bundestages

 

 
2

Zuerst verändern sich die Begriffe,
dann verändern sich die Gedanken,
dann verändern sich die Taten.

 

 

SPRACHE

aus China

 

 

 
3

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn,
ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und
wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.
Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn,
ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und
wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

 

Kraft des Wortes

Rainer Maria Rilke,(1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker
 
4

Schweigenkönnen zeugt von Kraft
Schweigenwollen von ‚Nachsicht,
Schweigenmüssen vom Geist der Zeit.

 

Redefreiheit

Karl Julius Weber, 1767-1832, dt. Schriftsteller und Philosoph

 

 

 

 
5 O seltenes Glück der Zeiten, in denen du sagen darfst, was du willst, und sagen kannst, was du denkst.
    Publius Cornelius Tacitus (um 55 - um 120), röm. Geschichtsschreiber
 
6 Die Freiheit zu schweigen ist Teil der Redefreiheit.
  freiheit zu Schweigen Erhard Eppler (*1926), dt. Politiker (SPD), 1968- 74 Bundesmin. f. wirtschaftl. Zusammenarbeit
 
7 In den Diktaturen darf man nichts sagen, muss alles nur denken. In der Demokratie darf man alles sagen, aber keiner ist verpflichtet, sich dabei etwas zu denken.     Willi Ritschard (1918-83), schweizer. Gewerkschafter u. Politiker, s. 1974 Bundesrat, 1978 Bundespräs.
 
8

„Gerühmt muss sein", hat Paulus einmal gesagt, "auch wenn es nichts nützt.

 

laudatio

2. Kor. 12,1

 
9

Darum reden wir nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott.

 

Lauterkeit

2. Thessalonicher 2.4

 
10

Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen.

 

Denken und reden

Abraham Lincoln (16. Präsident d. USA) 
 

 
11

Sei ernsthaft, bescheiden, höflich, ruhig, wahrhaftig. Rede nicht zuviel. Und nie von Dingen, wovon Du nichts weißt.

 

Ratschläge

Adolf Freiherr von Knigge, 1752 - 1796, deutscher Jurist, Beamter und Satiriker

 
12

Nie kann man Recht und erlaubte Ursache haben, anders zu sprechen als man denkt. Wohl aber kann es Gründe geben, nicht alles zu sagen was man denkt.

 

wahrhaftig und glaubwürdig

Adolf Freiherr von Knigge, 1752 - 1796, deutscher Jurist, Beamter und Satiriker

 
13

Wir wollen uns weigern, das zu sagen, was wir nicht denken.

 

wahrhaftig und glaubwürdig

Alexander Issajewitsch Solschenizyn, *1918, russ Schriftsteller und Dramatiker

 
14

Man soll nur so lange reden, wie man auf einem Bein stehen kann

 

Redelänge

Alter Spruch

 
15

Das Schwierige am Diskutieren ist nicht den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.

 

persönlich

André Maurois, 1887-1967, frz. Schriftsteller

 
16

Es herrschte das größte Durcheinander, der eine schrie dies, der andere das, und die meisten wussten nicht einmal mehr, warum sie sich eigentlich versammelt hatten

 

Redeanlass

Apostelgeschichte 19,22

 
17

Es ist die Schlichtheit, die den Ungebildeten mehr Erfolg bei öffentlichen Reden haben lässt als den Gebildeten. -

 

einfach und KLAR

Aristoteles, 384-322 v.Chr., gr. Philosoph 

 
18

Worte sind Luft. Aber die Luft wird zum Wind, und der Wind macht die Schiffe segeln.

 

Führung

Arthur Koestler, 1905–1983, brit.-ung. Schriftsteller

 
19

Die erste, ja für sich allein beinahe ausreichende Regel des guten Stils ist diese, dass man etwas zu sagen habe.

 

Botschaft

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

 
20

Man muss denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.

 

Denken und Reden

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

 
21

Für eine gelungene Rede gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.

 

klar und einfach

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

 
22

Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass sie jeder verstehen muss.

 

klar und einfach

Arthur Schopenhauer 1788 - 1860, deutscher Philosoph

 
23

Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von je der Redner größte Gabe.

 

Phrasen

August Graf von Platen (796 - 1835, deutscher Dramatiker, Theaterschriftsteller und Lyriker

 
24

In Dir muss brennen, was Du in andern entzünden willst

 

Motivation

Augustinus von Hippo, 354-430, kath. Kirchenlehrer

 
25

Der Zuhörer ist nur dann wirklich gewonnen, wenn er liebt, was du versprichst, fürchtet, was du androhst, hasst, was du anklagst, gern tut, was du empfiehlst, bedauert, was du bedauernswert nennst.

 

persönlich  

Augustinus von Hippo, 354-430, kath. Kirchenlehrer

 
26

Der Redner ist einer, der bewirkt, dass die Menschen mit den Ohren zu sehen vermögen.

 

bildhaft

aus Arabien

 
27

Kalter Tee und kalter Reis mögen noch hingehen,
aber kalte Worte und kalte Reden sind nicht zum Ausstehen.

 

persönlich

aus China

 
28

Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.

 

REDEN und Schweigen

aus China

 
29

Achte auf Deine Gedanken
denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte
denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten
denn sie werden dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter
denn er wird dein Schicksal.

 

Denken und Reden

Aus dem Talmud

 
30

Iß keine großen Bissen,
rede keine großen Worte!

 

einfach und KLAR

aus Griechenland

 
31

Am Klange erkennt man das Metall, an der Rede den Menschen.

 

persönlich

Balthasar Gracián y Morales, 1601 - 1658, spanischer Jesuit, Moralphilosoph und Schriftsteller

 
32

Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, dass der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge.

 

Reden und Schweigen

Baruch de Spinoza, 1633-1677, niederl. Philosoph

 
33

Gehen nach Orten, die durch Gehen nicht erreicht werden können, muss man sich abgewöhnen. Reden über Angelegenheiten, die durch Reden nicht entschieden werden können, muss man sich abgewöhnen. Denken über Probleme, die durch Denken nicht gelöst werden können, muss man sich abgewöhnen.

 

Rede

Bertolt Brecht, 1898-1956, dt. Schriftsteller und Regisseur

 

 

 

 
34 Wer nicht redet wird nicht gehört     Helmut Schmidt, Bundeskanzler
 
35 Me-ti sagte zu Tu-fu: Besser als "ewig" sage "eine Zeitlang", besser als "ich weiß" sage "ich hoffe", besser als "Ich kann nicht leben ohne dies und das", sage: "Ich kann schwerer leben ohne dies und das." Dann gehst du sicher und machst andere sicherer gehen.     Bertolt Brecht (1898-1956), dt. Dramatiker u. Dichter
 
36

Keine Gnade mehr mit denen, die nicht erforscht haben und doch reden!

 

Redevorbereitung

Bertolt Brecht, 1898-1956, dt. Schriftsteller und Regisseur

 
37

Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, dass jedermann gern zuhört.

 

Beredsamkeit

Blaise Pascal, 1623-1662, frz. Philosoph, Mathematiker u. Physiker

 
38

Ich merkte auf und horchte - sie reden unwahr! Keiner bereut seine Bosheit, dass er dächte: 'Was habe ich getan!' Ein jeder stürmt dahin in seinem Lauf, wie das Ross in der Schlacht dahinstürmt

 

wahrhaftig und glaubwürdig

Buch Jeremia Bibel-AT

 
39

Wo es den Rednern an Tiefe fehlt,
gehen sie in die Breite.

 

PHRASEN

Charles de Montesquieu, ca.1689-1755, frz. Staatstheoretiker

 
40

Wenn ich einmal all meine Besitztümer abgeben müßte und dürfte nur einen Besitz behalten, ich würde die Kraft der Rede wählen. Denn mit ihrer Hilfe hätte ich bald alle anderen zurückgewonnen.                                                                

 

Beredsamkeit

Daniel Webster, 1782-1852, US-Politiker und Anwalt

 
41

Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.

 

Rede-Vorbild

Demosthenes 384 - 322 v. Chr., athenischer Politiker und Redner

 
42

Die Sprache macht den Menschen erst zum Menschen. Wer seine Sprache unvollkommen beherrscht und sich nicht richtig ausdrücken kann, kann auch nicht richtig denken.

 

Denken und Reden

Dietrich Schwanitz, 1940-2004, dt. Literaturwissenschaftler und Autor

 
43

Die schönste Sache in der Welt ist die Redefreiheit.

 

Redefreiheit

Diogenes von Sinope, 399–323 v. Chr, gr. Philosoph

 
44

 Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.

 

wahrhaftig und glaubwürdig

Dr. Konrad Adenauer 1876 - 1967, deutscher CDU-Politiker. 1. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

 
45

Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen.

 

Lauterkeit

Epheser 4.29

 
46

Die Begriffe zu vereinfachen, ist die erste Tat der Diktatoren
To simplify concepts is the first deed of dictators.
Simplifier les concepts est la première action des dictateurs.

 

Sprache

Erich Maria Remarque, 1898-1970, dt. Autor

 
47

Der Mensch braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen. Und fünfzig, um schweigen zu lernen.

 

Reden und Schweigen

Ernest Hemingway 1899-1961,  amerikan. Schriftsteller

 
48

Ein weises Wort ist jenes, das die Menschen lehrt
Die Reden anzuhören auch des andern Teils

 

Pro und Contra

Euripides, ca. 480-406 v.Chr., gr. Dichter

 
49

Das ist ein guter Vortrag, aus dem man nichts herausnehmen kann, ohne in das lebendige Fleisch zu schneiden.

 

REDELÄNGE

Fénélon
1651 – 1715,  französischer Erzbischof und Schriftsteller

 
50

Niemand kann reden lernen, wer nicht vorher denken gelernt, wer nicht wenigstens einige Begriffe gesammelt und sich in seiner Gewalt hat.

 

Denken und Reden

Johann Gottlieb Fichte, 1762-1814, dt. Philosoph

 
51

Der gute Redner soll einfach sprechen und kompliziert denken – nicht umgekehrt.

 

einfach und KLAR

Franz-Josef Strauß, 1915-1988, dt. Politiker

 
52

Viel von sich reden kann auch ein 
Mittel sein, sich zu verbergen.

 

PERSÖNLICH

Friedrich Nietzsche, 1844-1900, dt. Philosoph

 
53

Was unsere Deutschen von Herzen sprechen, gleicht ihrem Rheinwein und Pumpernickel, gesund und derb, aber nicht süß.

 

Redestil

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799,  dt. Schriftsteller und Physiker

 
54

Nichts kann mehr zur Seelenruhe beitragen als wenn man überhaupt keine Meinung hat.

 

Reden und Denken

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799,  dt. Schriftsteller und Physiker

 
55

Wenn ich doch Kanäle in meinem Kopf ziehen könnte, um den inländischen Handel zwischen meinem Gedankenvorrate zu befördern! Aber da liegen sie zu Hunderten, ohne einander zu nützen.

 

Denken

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799,  dt. Schriftsteller und Physiker

 
56

Der deutsche Redner trennt sich leichter von seiner Frau als von seinem Rede-Manuskript

 

FREIE REDE

Hans-Olaf Henkel, dt. Industrie-Manager

 
57

Das junge Mädchen sagte: Der Herr muss sehr reich sein, denn er ist sehr hässlich. Das Publikum urteilt in derselben Weise: Der Mann muss sehr gelehrt sein, denn er ist sehr langweilig. Daher Sukzess vieler Deutschen in Paris.

 

unterhaltsam

Heinrich Heine, 1797-1856, dt. Dichter

 
58

Wenn du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rate ich dir, mein lieber, sinnenreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen. Es braucht nicht eben ein scharf denkender Kopf zu sein, auch meine ich es nicht so, als ob du ihn darum befragen solltest: Nein! Vielmehr sollst du es ihm selber allererst erzählen.

 

Brainstorming

Heinrich von Kleist, 1777-1811, dt. Dichter

 
59

 Das Schlimme an den Rednern ist, dass sie nicht sagen
wovon sie sprechen.

 

Einfach und klar

Heinz Erhardt, 1909-1979, deutscher Komiker, Dichter und Schauspieler

 
60

Es ist ein Fluch, in einem Volk als Dichter zu leben, das seine eigene Sprache nicht kennt, nicht liebt, nicht pflegt, nicht schützt. Darum sind die paar Dutzend oder Hundert Deutschen von heute, auf welche dies nicht zutrifft, für uns Dichter unschätzbar. Es gibt in Europa kein andres Land, in dem man Professor, Arzt, Minister, Kult(us)minister, Akademiemitglied, Ehrendoktor, Bürgermeister und Abgeordneter werden kann, alles ohne seine eigene Sprache anständig reden und schreiben zu können.

 

Deutsche Sprache

Hermann Hesse, 1877–1962, dt. Schriftsteller

 
61 Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
da ward mir seltsam zumute:
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
recht angenehm verblute.
    Heinrich Heine
 
62

delectare et prodesse...:Eine gute Rede  muss dem Zuhörer Freude  machen und ihm nützen.

 

delectare et prodesse

Horaz 65 - 8 v.Chr.,  römischer Satiriker und Dichter

 
63

Beredsamkeit: die Kunst, ein Geschäft des Verstandes als ein freies Spiel der Einbildungskraft zu betreiben.

 

beredsmkeit

Immanuel Kant, 1724 - 1804, deutscher Philosoph

 
64

Wer so redet, dass er verstanden
wird, redet immer gut.

 

Einfach und klar

Jean Baptiste Molière, 1622-1673, frz. Dramatiker

 
65

Der eine sagt gerne, was er weiß, der andere was er denkt.

 

Redekultur

Jean Paul , 1763 - 1825, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

 
66

 Sprachkürze gibt Denkweite.

 

Sprachkürze

Jean Paul , 1763 - 1825, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

 
67

Die Schwätzer reden, wovon sie nichts verstehen; die Weisen aber wägen ihre Worte mit der Goldwaage.

 

Redekultur

Jesus Sirach 21, 27

 
68

An der Rede erkennt man den Mann!

 

persönlich

Jesus Sirach 27.8

 
69

Ob du Weisheit und Bildung besitzt, zeigt sich an
dem, was du sagst

 

Bildung

Jesus Sirach 4.24

 
70

Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.

 

Zitate

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, dt. Dichter

 
71

Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen
und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.

 

Reden

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, dt. Dichter

 
72

Im Anfang war das Wort

 

Wort

Johannes 1,1

 
73

In England geht durch Grußworte und Festreden
mehr Arbeitszeit verloren, als durch Streiks.
Das wollen wir hier vermeiden.

 

Rede - störung

Johannes Rau, 1931-2006, dt. Politiker und Bundespräsident

 
74

Was immer Du sagst, sage es kurz, und sie werden es hören, sage es klar, und sie werden es verstehen, sage es bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.

 

Redelänge

Joseph Pulitzer, 1847-1911, ung.-am. Journalist und Zeitungsherausgeber

 
75

Der Kluge zählt seine Wörter, der Dummkopf schüttet sie aus.

 

Phrasen und Dummheit

Jüdische Spruchweisheit

 
76

Ein Narr sagt, was er weiß; ein Weiser weiß, was er sagt.

 

Reden und schweigen

Jüdische Spruchweisheit

 
77

Wenn man von allem nichts versteht, sollte man wenigstens überall mitreden.

 

Redekultur

Kalenderspruch

 
78

Gebt acht, dass euch niemand mit falschen und irrigen Lehren verführt.

 

Demagogie

Kolosserbrief 2.7

 
79

Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt.

 

Unterhaltsamkeit

Kolosserbrief 4.6

 
80

Früher war meine Einstellung den Menschen gegenüber: Hörte ich ihre Worte, glaubte ich an ihr Tun. Heute ist es so: Ich höre mir ihre Worte an, dann schaue ich nach ihrem Tun.

 

Reden und Handeln

Konfuzius, 551 - 479 v. Chr., latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tze

 
81

Der unklare Sprachgebrauch führt über eine Rechtsverunsicherung zum Chaos.

 

Einfach und klar

Konfuzius, 551 - 479 v. Chr., latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tze

 
82

Suche keine Effekte zu erzielen, die nicht in deinem Wesen liegen. Ein Podium ist eine unbarmherzige Sache – da steht der Mensch nackter als im Sonnenbad.

 

authentisch

Kurt Tucholsky, 1890-1939, dt. Journalist und Schriftsteller

 
83

Feierlichkeit dient fast immer dazu,
Dummheit zu verbergen.

 

Phrasen -

Francois de La Rochefoucauld, 1558–1645 , frz. Kardinal

 
84

Das Leiden aller Schwätzer: Geistige Inkontinenz.

 

Geschwätz

Lothar Peppel, *1964, deutscher Textdichter

 
85

Alles, was von irgendeinem treffend gesagt worden ist, gehört mir.

 

Zitate

Lucius Annaeus Seneca, ca. 4 v. Chr - 65 n. Chr , römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller

 
86

Es gibt zwei Wege mit der Sprache nicht fertig zu werden: Die Phrase und die Verschwierigung.

 

Phrase

Ludwig Marcuse 1894 - 1971, deutscher Philosoph und Literat

 
87

Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.

 

Einfach und klar

Ludwig Wittgenstein, 1889-1951, österr.-brit. Philosoph

 
88

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.

 

Denken und reden

Ludwig Wittgenstein, 1889-1951, österr.-brit. Philosoph

 
89 „Herr Bundeskanzler, ich weiß, was Sie sagen wollen“, unterbrach jemand aus der CDU-Fraktion Konrad Adenauer, während dieser noch überlegte und zögerte, etwas zu sagen. „Sonderbar“, verwunderte er sich, „ich weiß im Moment nur, was ich denke. Ob ich das, was ich denke, auch sagen will, dass weiß ich aber noch nicht.“     Adenauer
 
90

 Ich lebe - also bin ich.
Ich denke - also bin ich.
Ich rede - bin ich das wirklich?

 

Authentisch

Manfred Grau, *1948, deutscher Betriebswirt und Publizist

 
91

Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches feierlich vortragen zu können,dass jeder denkt, der Nachbar verstehe alles. Nur er sei zu dumm. Und damit der Nachbar das nicht merkt, tue er am besten so, als habe er auch alles verstanden..

 

Einfach und klar

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

 
92

Wer sich klar ausdrückt, riskiert nicht nur, als ungebildet zu gelten, sondern auch noch, kritisiert zu werden, während die unklare Rede sich dadurch vor Kritik schützt, dass die potentiellen Kritiker nicht so recht wissen, was eigentlich gemeint war.

 

Einfach und klar

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

 
93

Die Rede hat immer einen Anfang und meistens einen Schluss. Was dazwischen liegt, ist nicht so wichtig. Der Anfang ist verhältnismäßig leicht. Der Redner kann sich beispielsweise dafür entschuldigen, dass er redet, um es dann doch zu tun. Er kann sagen, dass er von der Sache nichts versteht, und dies sogleich unter Beweis stellen. Er kann den Zuhörern auch sagen, warum sie da sind: Wir haben uns heute hier versammelt, um... Die Zuhörer freuen sich immer, wenn ihnen etwas mitgeteilt wird, was sie bereits wissen.

 

Einstieg

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

 
94

Am schwierigsten bei einer Rede ist der Schluss. Manche versprechen immer wieder, dass sie zum Schluss kommen, halten ihr Versprechen aber nicht. Dies ist nur bis zur dritten Wiederholung reizvoll. Die einfachste Form des Schlusses besteht darin, einfach aufzuhören.

 

Schluss

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

 
95

Jeder Mensch hält den, der das sagt, was er selber denkt, für intelligent.

 

interessant

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

 
96

Wir mögen die Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - falls sie das Gleiche denken wie wir.

 

interessant - Selbstbestätigung

Manfred Rommel, *1928, ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

 
97

Wer das Ohr beleidigt, dringt nicht zur Seele vor
He who offends the ear cannot reach the soul
Celui qui offense l'oreille ne peut pas atteindre l'âme

 

Beredsamkeit

Marcus Fabius Quintilianus, um 35 bis 96, römischer Rhetoriker und Schriftsteller

 
98

Reden lernt man durch reden.

 

Reden

Marcus Tullius Cicero 106-43,  röm. Redner u. Schriftsteller

 
99

Ich erwarte, dass der vollkommene Redner sich zunächst ein Thema ausfindig macht, womit er sich einer kultivierten Hörerschaft würdig zeigt, bevor er überhaupt einen Gedanken an Sprache und Ausdruck verschwendet.

 

Redethema

Marcus Tullius Cicero 106-43,  röm. Redner u. Schriftsteller

 
100

Meine ganze Sorge ist stets darauf gerichtet, dass ich durch meine Rede womöglich etwas Gutes, wo nicht, wenigstens  nichts Nachteiliges bewirke.

 

Lauterkeit

Marcus Tullius Cicero 106-43,  röm. Redner u. Schriftsteller

 
101

Über die Zukunft zu reden ist der beste Vorwand,
sich vor der Gegenwart zu drücken.

 

Mut

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

  102

Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.

 

Redelänge

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

 
103

Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert vom Moment der Geburt an – bis zu dem Zeitpunkt, wo Du aufstehst, um eine Rede zu halten.

Studien haben nachdrücklich gezeigt, dass die Angst Nummer eins des Menschen das öffentliche Reden ist. Angst Nummer zwei ist der Tod.

 

Redeangst

 Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Eric Bergman, kanad. Kommunikationsberater

 
104

Um einen Zufall herbeizuführen, bedarf es vieler Vorbereitung. Um eine gute improvisierte Drei-Minuten-Rede zu halten, benötige ich beispielsweise drei Tage.

 

Redevorbereitung

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

  105

Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert vom Moment der Geburt an – bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten.

 

Lampenfieber

Mark Twain 1835 - 1910, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

 
106

„Sprich über alles – aber nicht über zwanzig Minuten.“

 

Redelänge

Martin Luther, 1483 - 1546, deutscher Theologe und Reformator

 
107

Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret.

 

Redelänge

Martin Luther, 1483 – 1546, deutscher Theologe und Reformator

 
108

Tritt fest auf, mach's Maul auf, hör bald auf.

 

Redelänge

Martin Luther, 1483 – 1546, deutscher Theologe und Reformator

 
109

Sprache gibt es nur dort, wo es Erfahrung, Empfindung, Erlebnis gibt.

 

persönlich

Martin Walser, *1927, dt. Schriftsteller

 
110

Sprache ist immer persönliche Sprache. Sie drückt aus und verrät, wie der, der sich da ausdrückt, gerade fühlt, denkt, meint, irrt – also ist.

 

persönlich

Martin Walser, *1927, dt. Schriftsteller

 
111

Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben.

 

Schweigen und Reden

Matthäus 12, 36

 
112

Was zum Munde eingeht, das verunreinigt den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgeht, das verunreinigt den Menschen.

 

Lauterkeit

Matthäus 15.11

 
113

Deine Sprache verrät Dich...

 

persönlich

Matthäus 26,73

 
114

Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

 

Klarheit

Matthäus 5,37

 
115

Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst.

 

wahrhaftig und glaubwürdig

Matthias Claudius, 1740-1815, deutscher Dichter

 
116

Wenn einer einen klaren Gedanken hat, kann er ihn auch ausdrücken."

 

Denken und Reden

Michel Eyquem de Montaigne, 1533 - 1592, französischer Philosoph und Essayist

 
117

Jedem kann es passieren, dass er einmal Unsinn redet; schlimm wird es erst, wenn es feierlich wird.

 

Phrasen

Michel Eyquem de Montaigne, 1533 - 1592, französischer Philosoph und Essayist

 
118

Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollen Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leeren Kopf zu tun.

 

Denken und Reden

Orson Welles, 1915-85am. Schauspieler, Regisseur & Schriftsteller

 
119

 Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

 

Reden und Schweigen

Oscar Wilde, (1854 - 1900), irischer Lyriker und Dramatiker

 
120

Die Leute bemänteln allerorten schwache Gedanken mit starken Worten.

 

Phrasen

Paul Heyse, 1830-1914, dt. Schriftsteller

 
121

Der Hang der Briten zum hintergründigen Humor äußert sich vor allem bei den Tischreden, beim Gemüsekochen und beim Postraub.

 

Tischreden

Pierre Daninos, 1913–2005, frz. Journalist und Schriftsteller

 
122

Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.

 

Reden und Schweigen

Platon, 427-347 v. Chr., griechischer Philosoph  

 
123

Es gibt kein Gebiet, worüber der rednerisch Gebildete vor der Menge nicht überzeugender sprechen könnte als irgendein Fachmann.

 

Redenschreiber

Platon, 427-347 v. Chr., griechischer Philosoph  

 
124

Alles Reden ist so voll Mühe, dass niemand damit zu Ende kommt.

 

Redekultur

Prediger Salomo [Kohelet] 1, 8)

 
125

Ob sich Redner darüber klar sind, dass 90 Prozent des
Beifalls, den sie beim Zusammenfalten ihres Manuskripts
entgegennehmen, ein Ausdruck der Erleichterung sind?

 

Beifall

Robert Lembke, 1913 - 1989, deutscher Journalist und Fernsehmoderator

 
126

Jede Zahl in einem Vortrag halbiert die Zahl der Zuhörer.

 

Zahlen

Roman Herzog, *1934, deutscher Staatsrechtler, 6. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

 
127

Reden sind immer schädlich.
Vor dem Essen verderben sie den Appetit,
nach dem Essen die Verdauung.

 

Rede -  störung

Sandro Pertini, 1896-1990, it. Politiker, Staatspräsident

 
128

Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen, bis er's klar sagen kann.

 

EINFACH UND KLAR

Sir Karl Raimund Popper, 1902 – 1994,öster.-engl. Philosoph

 
129

Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuhörer.

 

delectare et prodesse

Sir Winston Churchill, 1874 - 1965, britischer Premierminister

 
130

Rede, dass ich Dich sehe!

 

persönlich

Sokrates, 469-399 v. Chr., gr. Philosoph

 
131

Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab

 

Lauterkeit

Sprüche Salomos 10.19

 
132

Am Anfang war das Wort
Am Ende die Phrase.

 

Phrase

Stanislaw Jerzy Lec, 1909 - 1966, polnischer Aphoristiker

 
133

 Es genügt nicht, dass man zur Sache spricht. Man muss zu den Menschen sprechen.

 

persönlich 

Stanislaw Jerzy Lec, 1909 - 1966, polnischer Aphoristiker

 
134

Wortlawinen rollen gewöhnlich von den Bergen der Dummheit.

 

Phrasen

Stanislaw Jerzy Lec, 1909 - 1966, polnischer Aphoristiker

 
135

Dass man im Leben nicht alles sagt, was man denkt, ist legitim. Das heißt aber nicht, dass man etwas sagt, was man nicht denkt.

 

wahrhaftig und glaubwürdig

Theo Waigel, *1939, deutscher CSU-Politiker

 
136

Die wertvollste aller Fähigkeiten ist die, auf ein zweites Wort verzichten zu können, wo eines genügt.

 

Reden und Schweigen

Thomas Jefferson, 1743 - 1826, 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

 
137

 Beim Anhören festlicher Reden entsteht eine besondere Art von Zwangsneurose: Gemeinplatzangst.

 

Phrasen

Ulrich Erckenbrecht, *1947, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

 
138

Wenn man einen Redner sagen hört: "Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll", möchte man ihm am liebsten zurufen: "Möglichst weit hinten." (Conclusions are an important part of every speech - especialy when they come close to the beginning.)

 

Redelänge

Unbekannt

 
139 Getretener Quark wird breit, nicht stark.     Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter
 
140 Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret und meinet, er werde erst kommen; wenn man ihn aber mit Überdruss und Unwillen höret und wollte gern, dass er aufhörete und zum Ende und Beschluss käme, das ist ein böses Zeichen. Also auch mit einem Prediger; wenn man sagt: "Ich hätte ihm noch wohl länger mögen zuhören", so ist's gut; wenn man aber sagt: "Er war in das Waschen kommen und konnte nimmermehr aufhören", so ist's bös Zeichen.     Martin Luther (1483-1546), dt. Reformator
 
141 Die brasilianischen Indianer im Mato Grosso haben ein Rezept gegen lange Reden: Der Redner darf nur so lange sprechen, wie er auf einem Bein stehen kann. Der Fortschritt der Zivilisation hat es mit sich gebracht, dass Redner bei uns so lange sprechen dürfen, wie sie sich auf beiden Beinen halten können.     Unbekannt
 
142 Fasse dich stets kürzer als irgendein Zuhörer zu hoffen wagte. (Always be shorter than anybody dared to hope.)     Reading, Rufus Daniel (1860-1935), brit. Politiker, Lord-Oberrichter, Vizekönig von Indien, Außenmin
 
143

Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.

 

Redefreiheit

Voltaire, 1694 – 1778,  französischer Philosoph und Schriftsteller

 
144

Nichts ist einfacher, als sich schwierig auszudrücken, und nichts ist schwieriger, als sich einfach auszudrücken.

 

Einfach und klar

 Karl Heinrich Waggerl, 1897-1973, österr. Schriftsteller

 
145 Man muss denken wie die wenigsten und reden wie die meisten     Arthur Schopenhauer
 
146 Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen, und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt.     Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Prolog im Himmel, Mephisto (1749-1832), dt. Dichter
 
147

Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß

 

HUMOR

Wilhelm Busch, 1832 – 1908, deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

 
148

„Bitte sprechen Sie etwas lauter, ich kann kein Wort verstehen“ ruft jemand aus den hinteren Reihen.
Da dreht sich einer aus der dritten Reihe um und sagt: Ich kann jedes Wort verstehen, deshalb bin ich bereit jederzeit den Platz mit Ihnen zu tauschen!

    Unbekannt
 
149 Ein Deutscher, ein Franzose und ein Engländer werden in China zum Tode verurteilt. Jeder hat einen letzten Wunsch frei. Der Franzose entscheidet sich für ein Sechs-Gänge-Menü mit Rotwein vor seiner Hinrichtung. Der Deutsche möchte „nocheinmal eine große Rede halten“. Darauf des Engländers letzter Wunsch: „Bevor der Deutsche redet, möchte ich erschossen werden.“      
 
150

Die Sprache ist gleichsam die äußere Erscheinung des Geistes der Völker. Man kann sich beide nicht identisch genug denken.

 

SPRACHE

Wilhelm von Humboldt, 1767–1835, Sprachwissenschaftler und Bildungsreformer

 
151

Nur Worte und Worte, aus dem Herzen nichts.

 

persönlich

William Shakespeare, 1564 - 1616, englischer Dichter

 
152

In der Kürze liegt die Würze.

 

Redelänge

William Shakespeare, 1564 - 1616, englischer Dichter

 
153

Wenn alle nur dann redeten, wenn sie etwas
zu sagen hätten, würden die Menschen sehr
bald den Gebrauch der Sprache verlieren.

 

Reden und Schweigen

William Somerset Maugham, 1874-1965, engl. Dramatiker und Arzt

 
154 Gedenke aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen, und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden.     Matthäus 12, 36
155 Im Zweifelsfalle, junger Freund, ist es besser, das Hohe Haus wundert sich, dass Sie nicht gesprochen haben, als dass es sich fragt, warum Sie gesprochen haben.     Benjamin Disraeli auf die Frage eines neuen Unterhausmitgliedes, ob er sich an der Debatte beteiligen solle
 
156 Wer schweigt, wenn Zeit ist zu reden, gilt zu Recht als Dummkopf.     Aus Ägypten
 
157 Der Rest ist Schweigen. (The rest is silence)     William Shakespeare (1564-1616), engl. Dramatiker. Die letzten Worte Hamlets, des Prinzen von Dänemark
 
158 Wenn ich einmal all meine Besitztümer abgeben müsste und dürfte nur einen Besitz behalten, ich würde die Kraft der Rede wählen. Denn mit ihrer Hilfe hätte ich bald alle anderen zurück gewonnen.   Gabe der Rede Daniel Webster, US-Politiker und Anwalt
 
159

Poeta nascitur, orator fit.

Ein guter Redner ist ein Mann, der mit einem Vortrag über die Kunst des Zwiebelschälens einen vollen Saal zum Weinen bringen kann.

 

Ein Priester, der das Einleitungsgebet auf dem Kirchentag sprach: "Oh Herr", sagte er, "gib dem ersten Redner die Kraft, alle zu inspirieren. Herr, hilf dem zweiten Redner, allen hier Versammelten seine Botschaft zu vermitteln. Und Herr, wir bitten dich, hab Erbarmen mit dem letzten Redner."
Aber, meine Damen und Herren, jetzt ist es zu spät für Sie, das Weite zu suchen. Der Veranstalter hat auf meinen besonderen Wunsch die Türen schließen lassen...

Der Geist ist es, der den Redner macht. (Pectus est, quod disertos facit.)

  Redner

Horaz

Edouard Herriot (1872-1957), frz. Politiker (Radikalsozialist), 1924/25 u. 1932 Ministerpräs., 1947-54 Präs. d. Nationalvers.

Marcus Fabius Quintilianus (um 35 - um 100), röm. Rhetoriklehrer

 
160

Rednerkunst (ars oratoria) ist, als Kunst sich der Schwächen der Menschen zu seinen Absichten zu bedienen (diese mögen immer so gut gemeint, oder auch wirklich gut sein, als sie wollen), gar keiner Achtung würdig.

Beredsamkeit: die Kunst, ein Geschäft des Verstandes als ein freies Spiel der Einbildungskraft zu betreiben.

  Redekunst, Beredsamkeit

Immanuel Kant

 
161 Der ganze Unterschied zwischen einem Redner und irgendeinem anderen Künstler, Poeten oder Bildhauer, besteht darin, dass der Bildhauer uns überzeugen will, dass er ein Bildhauer ist, während die Absicht des Redners dahin geht, uns weiszumachen, dass er kein Rhetoriker ist.     Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), engl. Kriminalschriftsteller
 
162 Eine Rede ist wie eine Liebesaffäre: Jeder Dummkopf kann damit anfangen. Sie zu Ende zu bringen, erfordert einige Geschicklichkeit.   Redeschluss Marcello Malpighi, (1628 - 1694), italienischer Anatom
 
163

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat

Oft ist das Denken schwer indes
Das Schreiben geht auch ohne es.

  Sprache und Denken Wilhelm Busch
 
164 Gewöhnlich glaubt der Mensch
wenn er nur Worte hört,
es müsse sich dabei
doch auch was denken lassen!
    Johann Wolfgang von Goethe
 
165 Nicht Schwert, nicht Giftgebräu
wird dermaleinst dich töten,
Kein schleichend Zipperlein
samt Hals- und Lungennöten.
Ein Schwätzer bringt dich um,
fällst du ihm einst zur Beute;
Drum, wirst du groß, sei klug: flieh redewütge Leute!
  Geschwätzigkeit Horaz (65 - 8 v.Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter, "Sermones I/9"
 
166 Das Reden tut dem Menschen gut
Wenn man es nämlich selber tut
Von Angstprodukten abgesehn
Denn so etwas bekommt nicht schön
Die Segelflotte der Gedanken
Wie fröhlich fährt sie durch die Schranken
Der aufgesperrten Mundesschleuse
Bei gutem Winde auf die Reise
Und steuert auf des Schalles Wellen
Nach den bekannten offnen Stellen
Am Kopfe, in des Ohres Hafen
Der Menschen, die mitunter schlafen.
    Wilhelm Busch (1832-1908), dt. Schriftsteller, Maler u. Zeichner
 
167 Die zwei Glocken wurden eingeholt.
Der Herr Pfarrer hielt eine Rede, der Herr Bürgermeister auch.
Dann wurden beide aufgehängt. Seitdem ist es in unserem Dorf viel schöner.
    Aus dem Schüleraufsatz "Die Weihe der neuen Kirchenglocken":
 
168 Ein Mensch, der, wie gelebt zu haben
man wünscht, gelebt hat, wird begraben.
Und zwar bei 20 Grad, im Jänner:
Der Frost steigt in die Knie der Männer.
Der Pfarrer sagt, ein schlichter Greis
was er seit gestern flüchtig weiß
Die Männer wissen´s lange schon
Auch steht´s in jedem Lexikon.
Ein alter Freund, ein beinah blinder,
liest mühsam ab aus dem Zylinder
samt den Verdiensten, den erworbnen
die nähern Daten des Verstorbnen.
Die Liebe höret nimmer auf:
ein dritter gibt den Lebenslauf
Ein völlig unbekannter Mann
Spricht lang, obwohl er es nicht kann.
Ihm folgt ein weitrer Wortewürger
Aus Tupfing, für den Ehrenbürger.
Ein Dichter ohne Gnade spricht
Ein lang nicht endendes Gedicht
Noch länger spricht ein Mann, der klagt
Vorredner hätten´s schon gesagt.
Und viele stehn noch da mit Kränzen
Bereit, rhetorisch hier zu glänzen
Sein Leben lang geliebt wird fast
Der Mensch im Grabe jetzt gehasst
  Geschwätzigkeit - Begräbnisreden Eugen Roth
 
169 Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind auch die Taten nicht in Ordnung. Sind die Taten nicht in Ordnung, so verderben die Sitten. Verderben die Sitten, so wird die Justiz
überfordert. Wird die Justiz überfordert,
so weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll. Deshalb achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.
  Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)
 
170 Der Nachwuchsreporter einer kleinen Lokalzeitung erhält den Auftrag, den bevorstehenden Wahlkampf zum Stadtparlament zu beobachten. Der junge Mann ist selbstkritisch genug, an seiner Erfahrung zu zweifeln. Er besucht einen pensionierten Kollegen, der den Job jahrzehntelang gemacht hat. "Wie kann ich erkennen, ob einer dieser Politiker lügt oder nicht?" "Ganz einfach", doziert der Oldtimer, "achte vor allem auf ihre Körpersprache. Wenn er sich übers Haar streicht, sagt er die Wahrheit. Wenn er sich an der Nase kratzt - alles wahr. Wenn er ständig die Brille abnimmt und wieder aufsetzt - okay. Aber wenn er den Mund aufmacht und die Lippen bewegt……….."     Unbekannt
171 Ich verfluche alle negativen Purismen,
dass man ein Wort nicht brauchen soll
in welchem eine andere Sprache
Vieles oder Zarteres gefasst hat.
  Sprachschützer Goethe
 
172 Die Sprache zugleich reinigen und bereichern ist das Geschäftder besten Köpfe.     Goethe
 
173 Nehmt Eure Sprache ernst!
Wer es hier nicht zu dem Gefühl
einer heiligen Pflicht bringt,
in dem ist nicht einmal der Keim
für eine höhere Bildung vorhanden.
    Friedrich Nietzsche (1844 - 1900)
 
174 Jedem kann es passieren, dass er mal Unsinn redet; schlimm wird es erst, wenn er es feierlich tut.
  Redepathos Michel de Montaigne (1533-92), frz. Schriftsteller, Essayist u. Philosoph
 
175 Er ist Ehrengast auf einem Bankett des Bürgermeisters. Als der Kaffee serviert wird, nimmt der Bürgermeister den Premierminister zur Seite und flüstert ihm ins Ohr: "Wollen Sie, dass die Leute sich weiter amüsieren, oder wollen Sie jetzt Ihre Rede halten?"     Chamberlain
 
176 Tritt fest auf, mach’s Maul auf, hör bald auf.   Redestil Martin Luther
 
177 Ein Mensch sitzt kummervoll und stier
vor einem weißen Blatt Papier.
Jedoch vergeblich ist das Sitzen –
Auch wiederholtes Bleistiftspitzen
schärft statt des Geistes nur den Stift.
Selbst der Zigarre bittres Gift,
Kaffee gar, kannenvoll geschlürft,
den Geist nicht aus den Tiefen schürft,
darinnen er, gemein verbockt,
höchst unzugänglich einsam hockt.
Dem Menschen kann es nicht gelingen,
ihn auf das leere Blatt zu bringen.
Der Mensch erkennt, dass es nichts nützt,
wenn er den Geist an sich besitzt,
weil Geist uns ja erst Freude macht,
sobald er zu Papier gebracht.
  Arbeiter der Stirn Eugen Roth, Redevorbereitung
 
178

Die besten Reden sind die, die nicht gehalten werden. Die
zweitbesten sind die scharfen, die drittbesten sind die
kurzen.

 

Reden und Schweigen

Willy Brandt, 1913 - 1992, deutscher SPD-Politiker, 4. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

 

 


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